Der Totenhügel – Loretto 1914/15
Alexander H. Keusgen

Hardcover, gebunden, 17 x 22 cm, 256 Seiten, 95 S/w-Fotos, Abbildungen und 16 Karten

34,90 Euro

Die Loretto-Höhe wurde für die Soldaten, die dort kämpften, zu einem unvergeßlichen Trauma. Nie zuvor in der Weltgeschichte wurde derart viel Material eingesetzt und seit Waterloo 1815 so blutig um ein kleines Stück Land gerungen. Loretto galt in den ersten Jahren des Ersten Weltkriegs als Inbegriff des Horrors und der Verschwendung von Kriegsmaterial – und von Menschenleben. Doch geriet dieses schaurige Kapitel schrecklicher Kriegsgeschichte durch sich später ereignende Prestige-Objekte, beispielsweise Verdun oder der Somme-Offensive, zunehmend in Vergessenheit…

Mehr als vier Jahre lang recherchierte Alexander H. Keusgen vor Ort für dieses erschütternde Buch. Schonungslos schildert er die grauenhaften Schicksale der um die Loretto-Höhe kämpfenden Soldaten. Er beschreibt wie aus lebensfrohen Menschen total verdreckte, stumpfsinnige Kreaturen wurden, die in den völlig verschlammten Gräben einer zerschossenen Kraterlandschaft nur noch dahinsiechten. Sie alle rangen erbittert um teilweise nur kurze Grabenabschnitte, häufig weniger als fünf Meter vom Gegner getrennt, wurden bis zum Erbrechen gequält vom Gestank ihrer gefallenen und verwesenden Kameraden. Tausende wurden von Granaten zerfetzt und der immer wieder aufgewühlten Erde beigemengt…

Ein Buch für Leser mit starken Nerven.

Blick ins Buch: Auf mehr als 250 Seiten beschreibt Keusgen sehr anschaulich, was sich während der fast ein Jahr lang anhaltenden Kampfhandlungen um die Loretto-Höhe zugetragen hat. Anhand von 16 Karten erklärt der Autor dem Leser leicht verständlich Frontverschiebungen, Positionen und die Abläufe der damaligen Geschehnisse mit einer bisher noch nie dargestellten Präzision. 95 seltene und teilweise schockierende Fotos dokumentieren ungeschönt und plastisch die grausamen Kampfhandlungen, denen die Soldaten beider Seiten der Front permanent ausgesetzt waren.